FÜTTERUNG DER RINDER






Das Futter produzieren wir selber auf den hofeigenen Wiesen. Die Rinder haben von April/Mai bis Oktober/November freien Zugang zur Weide. Zugefüttert wird mit Heu, vor allem bei nassem Wetter. Die Winterrationen bestehen aus Heu und (Klee)gras-Silage bzw. "Heulage", wobei wir versuchen den Heu-Anteil hoch und den Silage-Anteil möglichst niedrig zu halten, um eine optimale Fleischqualität zu erhalten und die Gesundheit der Tiere zu fördern. Leider können wir wetterbedingt nicht alles Mähgut zu Heu machen.

Kraftfutter wie Getreide, Mais, Soja, Erbsen etc. füttern wir gar nicht, da die Verdauung von Rindern nicht an solche Nahrung angepasst und es ihrer Gesundheit nicht wirklich zuträglich ist. Außerdem ist das Verfüttern von so energiedichter und für den menschlichen Verzehr geeignteter Pflanzen aus ökologischer und ernährungs-, energie- und ressourcenökonomischer Sicht problematisch. Das einzige "Mastfutter" ist unsere Silage. Der Vorteil von Silage liegt in der Möglichkeit feuchtes Futter haltbar zu machen. Sie ist durch Milchsäurevergärung schon "vorverdaut" und die Tiere können davon in relativ kurzer Zeit viel aufnehmen. Rinder fressen gute Silage wie dicke Kinder Snickers. Darum wird sie bei uns in der täglichen Ration streng limitiert. Mit intensiver Mast könnten wir vielleicht mehr Gewinn machen, da die Tiere in kürzerer Zeit ihr Schlachtgewicht erreichen. Aber "gut Ding will Weile haben" und wir möchten lieber weniger und dafür richtig gutes, wohlschmeckendes Qualitätsfleisch produzieren. Unser Motto: Lieber schlank und gesund als fett und krank. Trächtige Kühe füttern wir gerne mit "altem" Heu (wächst lange und wird spät gemäht) und Bio-Stroh zu, um Verfettung zu vermeiden (viel Rauhfaser, wenig Energie).

Salz und Mineralien bieten wir zusätzlich über verschiedene Lecksteine an. Zuckerhaltiges Mineralfutter geben wir nicht. Zucker ist für Rinder wie für Menschen nicht gesund. Außerdem würde es, als Pulver dem Futter beigemischt, einen Mangel an Qualtität und gutem Geschmack übertünchen.

Der freie Zugang zu Frischwasser wird durch 5 automatische Selbsttränken im Stall gewährleistet.