TIPPS RUND UM´S FLEISCH

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Für ein gutes Essen sind 3 Dinge wichtig: hochwertige Zutaten, deren schonende Behandlung und die richtige Zubereitung.

Gesundes und wohlschmeckendes Fleisch erhält man von gesunden Tieren, die artgerecht gefüttert und gehalten wurden und keine oder nur wenige Medikamente bekamen. Doch das allein ist noch kein Garant für beste Qualität auf dem Teller. Transport, Schlachtung, Fleischreife und Kühlung sind ebenfalls sehr wichtig. Passieren hier Fehler, kann man auch ein gutes Stück Fleisch ruinieren.

Wo bekomme ich Qualitätsfleisch?


Fragt bei Metzgern und kleinen Schlachtern nach, sucht in Anzeigen, Einkaufsführern und im Netz. Fahrt einfach mal zum Bauern und fragt ihn direkt. Hat er selber nichts feilzubieten, kennt er vielleicht Kollegen, die er empfehlen kann. Und haltet euch an die Alten! Die kennen oft viele Leute und haben so einige Geheimtipps auf Lager.

Darauf könnt ihr achten:

  • Betrieb aus der Region (v.a. kleine und mittelgroße Höfe)
  • artgerechtes, möglichst naturnahes Futter (aus der Region oder vom eigenen Hof?!)
  • Freiland- oder Weidehaltung
  • keine oder möglichst wenig Zwischenhändler
  • kurze Transportstrecken zum Schlachter oder Eigenschlachtung
  • kleine Schlachthöfe: industrialisierte Großbetriebe lassen nicht bei kleinen Schlachtern schlachten, sondern in Großschlachterein
  • lange Fleisch-Reifezeiten
  • ökologische Produktion bevorzugen oder bei konventioneller Produktion auf freiwilligen Verzicht von präventiven Medikamenten und Pflanzenschutzmitteln achten
  • Gewährt ein Betrieb keinen Einblick in seine Ställe, hat das einen Grund! Wer seine Tiere artgerecht hält, hat kein Problem damit, sie auch zu zeigen.
  • Qualität hat ihren Preis! Tiergerechte, umweltverträgliche und menschenwürdige Fleischproduktion ist unmöglich mit Dumpingpreisen zu machen!

Der Löwenanteil des in Deutschland verkauften Fleisches kommt aus Großbetrieben und Großschlachtereien. Die Rückverfolgbarkeit eines Tieres zum Erzeuger ist da nahezu unmöglich. Qualtitätssiegel und Plaketten versprechen hier das Einhalten von Standards. Was diese Standards eigentlich bedeuten, ist aber leider ernüchternd. Es geht vorallem um Fleischhygiene und Verbrauchersicherheit, aber nicht darum, wie ein Schlachttier gelebt hat. Und Kontrollen über das Einhalten von Richtlinien, sind aufgrund der großen Masse von Schlachttieren mehr als lückenhaft.

Gern verwendete Begriffe und Slogans wie z.B. "Premium" sind nicht geschützt. Jeder darf sie verwenden, ohne irgendwelche besonderen Fleischeigenschaften oder Herkunft garantieren zu müssen. Auch dem Biosiegel sollte kein uneingeschränktes Vertrauen geschenkt werden. Dieses soll zwar die Einhaltung gewisser Richtlinien bezüglich Tierhaltung und - fütterung garantieren, jedoch führt so manche Interpretation und Umsetzung den Tierwohlgedanken ad absurdum und degradiert so Richtlinien zur Augenwischerei.

Nur ein vergleichbar geringer Teil des Fleisches stammt aus Betrieben mit artgerechter Haltung und Fütterung und nachvollziehbarer Herkunft. Diese Betriebe vermarkten meist regional und achten oft auch auf schonenden Transport und Schlachtung oder schlachten evtl. selber am eigenen Betrieb.

Das Verzeichnis aller kontrollierter Öko-Betriebe in Deutschland findet ihr auf der Seite des Bundesverbandes der Öko-Kontrollstellen e.V. (www.oeko-kontrollstellen.de).